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 Betreff des Beitrags: Re: Infanteriewaffen
BeitragVerfasst: Di 27. Jul 2010, 18:56 
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Burns hat geschrieben:
Verschiedene Waffengattungen finde ich persönlich toll, aber wie macht es sich auf dem Spielfeld bemerkbar, der Sinn war ja jedem Schützen die gleiche Waffe in die Hand zu drücken um damit den Spielablauf nicht aufzuhalten. Und bei 1:72 ist es dann auch schon schwieriger das ganze aus einer gewissen Entfernung auseinander zu halten. Aber wie wärs mit einem Spielbericht wo vor und Nachteile zu sehen sind? Und was es an extra Zeit benötigt. Magst mal sowas machen?


Klar :)!
Wenn ich dazu komme erstatte ich Bericht!

Eure Entscheidung alle Schützen gleichwertig und das Spiel damit schneller zu machen kann ich auch absolut nachvollziehen... es ist halt irgendwie eine Geschmacksfrage. Da ich lange WH 40k gespielt habe stehe ich halt immer noch auf "what you see is what you get".

Das Sturmgewehr 44 habe ich in die "MP" - Klasse gepackt, weil es halt eine sehr hohe Feuergeschwindigkeit hatte (500 Schuss/Minute im Gegensatz zu 400 Schuss/Minute bei der MP 40; sofern es auf Dauerfeuer gestellt war)... ich denke, die Spieler können notfalls vor einem Gefecht entscheiden, ob es eher "Vollautomatisch" oder "Halbautomatisch" genutzt werden soll, dann kann man sich an diese Absprache halten. Natürlich könnte man auch für das STG 44 noch eigene Werte entwickeln, aber übertreiben wollte ich es nun auch nicht ;)... 4 verschiedene "Klassen" für Feuerwaffen sind einfacher, als wenn jede Waffe ein eigenes Profil bekommt... das würde das Spiel zwar realistischer, aber wirklich langsam machen.

Das Selbe gilt für das Gewehr 43... die Reichweiten halbautomatischer Gewehre mögen in der Realität z.T. dieselben gewesen sein wie die von Karabinern... ich dachte aber, dass es für die Spielbalance günstiger ist, wenn man eine höhere Feuerkraft durch geringere Reichweiten (und erhöhte Punktkosten) ausgleicht. Folgende Argumente:

1) Man stelle sich einen 10er Trupp US - Infantierie vor, alle mit M 1, der auf einen Trupp Wehrmacht trifft, alle mit 98 k. Der US - Trupp darf dann doppelt so oft feuern! Das ist im Spiel eine Menge Holz und kann nicht nur durch einen um 1 erhöhten Punktwert ausgeglichen werden! Im Prinzip müßte der US - Trupp dann doppelt so viel kosten... das würde aber die Balance insgesamt mehr ins Wanken bringen, weil dann plötzlich viel weniger Figuren auf dem Tisch setehen... daher erschien mir die verringerte Reichweite als Lösung sinnvoll.

2) Feuert man mit einer halbautomatischen Waffe, so wird das Zielen wegen des Rückstoßes mit jedem Schuss schwieriger, ein Problem, dass man mit einem Karabiner natürlich nicht hat... ist also auch ein Versuch von Realismus, simuliert durch geringere Reichweite ;).

Aber wie auch immer, es ist letzten Endes natürlich eine Frage von Testspielen, ob das Ganze so funktioniert, den Spielfluss nicht zu sehr bremst und vor allem Spass macht... ich werde das bei Gelegenheit ausprobieren und Bescheid sagen. und wenn Ihr es auch probieren wollt, dann immer her mit Euren Erfahrungen :)!


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 Betreff des Beitrags: Re: Infanteriewaffen
BeitragVerfasst: Di 27. Jul 2010, 19:31 
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als komplette einheiten würde ich das nicht machen... könnte zu stark werden...

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 Betreff des Beitrags: Re: Infanteriewaffen
BeitragVerfasst: Mi 28. Jul 2010, 15:14 
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So war es ja auch nicht gemeint, war ja nur ein überspitztes Beispiel.

Um aber mal genauer zu verdeutlichen, wie sich diese Hausregel auf Punktwert, Feuerrate und Reichweite auswirken könnte, habe ich in liebevoller Kleinarbeit das folgende Beispiel für "einfache Infanterietrupps" erstellt ;).

Ich orientiere mich was die Bewaffnung betrifft an einer hoffentlich halbwegs realistischen Einschätzung, wie die in der Normandie ausgesehen haben mag... es geht hier eben nicht darum, ganze Trupps mit Schnellfeuerwaffen ausstatten zu können wie man lustig ist, sondern darum, die Bewaffnung etwas realistischer und detailierter zu erfassen... letzten Endes liegt es natürlich in der Verantwortung der Spieler, eine solche Regel nicht zu mißbrauchen...

Amerikanischer Trupp:

NCO mit Thompson - Schüsse: 3; Reichweite: 25; Punkte: 4

1 Schütze mit Thompson - Schüsse: 3; Reichweite: 25; Punkte: 4

7 Schützen mit M 1 Garand - Schüsse: je 2; Reichweite: 35; Punkte: je 3

1 Schütze mit BAR 1918 - Schüsse: 3; Reichweite: 25; Punkte: 4

Gesamt - Schüsse: 23
Gesamt - Punkte: 33




Deutscher Trupp:

Unteroffizier mit MP 40 - Schüsse: 3; Reichweite: 25; Punkte: 4

2 Schützen mit MP 40 - Schüsse: je 3; Reichweite: 25; Punkte: je 4

6 Schützen mit Karabiner 98 - Schüsse: je 1; Reichweite: 40 ; Punkte: je 2

1 Schütze mit STG 44 - Schüsse: 3; Reichweite: 25; Punkte: 4


Gesamt - Schüsse: 18
Gesamt - Punkte: 28

Ganz klar, die Amerikaner können mehr Schüsse abgeben. Allerdings haben die Deutschen zunächst einen leichten Reichweitenvorteil (und können ein wenig "ausdünnen", bevor die Amis mit ihren Garands in Reichweite sind) und auch die Punktkosten sind bei den Amis etwas höher. Da man ja nicht nur einen Infanterie - Trupp aufstellt, sondern viele, wird der Deutsche Spieler schnell genung Punkte zusammenhaben um insgesamt einen Trupp mehr aufstellen zu können als der Amerikaner, was die Feuerüberlegenheit der Amis relativiert. Abgesehen davon werden die Spieler, wenn sie die Regel nutzen natürlich auch mit neuen taktischen Herausforderungen konfrontiert... nach dem Motto: "O.k., ich kann mehr Schüsse mit meiner Einheit abgeben, aber wie komme ich nahe genug an den Gegner heran, damit er das auch abbekommt?" etc..

Ich glaube daher, diese "4 Klassen - Regel" für Schusswaffen ist ausgewogen und kann funktionieren. Sie ist nur wenig komplexer als die bisherige Regel und wird den Spielfluss hoffentlich nicht allzu sehr hemmen.

@ Burns: ich möchte nochmal betonen, dass ich hiermit keineswegs über die Regeln, wie sie sind, meckern möchte. Das Hauptaugenmerk liegt in den Regeln eben mehr auf den Fahrzeugen, besonders auf den Panzern, die einfach komplexer erfasst sind als die Infanterie. Das hier ist nur ein Vorschlag, es für die, die es möchten, ein wenig auszugleichen.

Der Rest liegt bei Testspielen ;) - evtl. muß man noch Kleinigkeiten ändern... mal sehen...


Zuletzt geändert von Villers-Bocage am Mi 28. Jul 2010, 15:42, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Infanteriewaffen
BeitragVerfasst: Mi 28. Jul 2010, 15:35 
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Klugscheiß-Modus an ;)

Villers-Bocage hat geschrieben:
Das Selbe gilt für das Gewehr 43... die Reichweiten halbautomatischer Gewehre mögen in der Realität z.T. dieselben gewesen sein wie die von Karabinern...


Nope...
Egal ob du einen Gasdruck-Lader (z.B. G43) oder einen Rückstoßlader(z.B. MP40) hast, wird die Reichweite gegenüber einer Repetierwaffe bei gleicher Lauflänge und gleichem Kaliber immer geringer sein...
Das liegt ganz einfach daran, dass im Lauf Druck flöten geht. Sei es jetzt, weil der Gasdruck per "Umleitung" den Verschluss entriegelt und nach hinten schiebt, oder der Verschluss einfach durch die Massenträgheit nach der Zündung entriegelt und verschoben wird...
Letzteres ist nochmal deutlich ineffizienter, weil es sofort nach der Pulver-Zündung zu wirken beginnt und dem Geschoss dadurch sofort Energie geklaut wird. Beim Gasdrucklader passiert das erst kurz bevor das Geschoss den Lauf verlässt...
Die "Umleitung" kann man bei der AK oder beim 44er schön sehen, das ist der "Bügel", der da auf dem Lauf sitzt...

Klugscheiß-Modus aus ^^


//mojo

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 Betreff des Beitrags: Re: Infanteriewaffen
BeitragVerfasst: Mi 28. Jul 2010, 15:39 
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Na also! Dann ist mein Hausregelentwurf ja wirklich gar nicht so Scheisse... ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Infanteriewaffen
BeitragVerfasst: Mi 28. Jul 2010, 16:09 
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MojosQuantentunnel hat geschrieben:
Klugscheiß-Modus an ;)

Villers-Bocage hat geschrieben:
Das Selbe gilt für das Gewehr 43... die Reichweiten halbautomatischer Gewehre mögen in der Realität z.T. dieselben gewesen sein wie die von Karabinern...


Nope...
Egal ob du einen Gasdruck-Lader (z.B. G43) oder einen Rückstoßlader(z.B. MP40) hast, wird die Reichweite gegenüber einer Repetierwaffe bei gleicher Lauflänge und gleichem Kaliber immer geringer sein...
Das liegt ganz einfach daran, dass im Lauf Druck flöten geht. Sei es jetzt, weil der Gasdruck per "Umleitung" den Verschluss entriegelt und nach hinten schiebt, oder der Verschluss einfach durch die Massenträgheit nach der Zündung entriegelt und verschoben wird...
Letzteres ist nochmal deutlich ineffizienter, weil es sofort nach der Pulver-Zündung zu wirken beginnt und dem Geschoss dadurch sofort Energie geklaut wird. Beim Gasdrucklader passiert das erst kurz bevor das Geschoss den Lauf verlässt...
Die "Umleitung" kann man bei der AK oder beim 44er schön sehen, das ist der "Bügel", der da auf dem Lauf sitzt...

Klugscheiß-Modus aus ^^


//mojo


Ich habe beide K98 und K43 schon geschossen auf den Reichweiten die Militärisch erforderlich sind und habe mit beiden die gleichen ergebnisse erzielt!

Weithin geht es hier um die Kampfentfernung nicht um die theoretisch erzielbare Maximalreichweite!

Und umsonst wurde das K43 nicht als Snipergewehr genutzt genauso haben die Russen die SWT als Sniperwaffe benutzt!

Und die Barrett M82 ist auch ein halbautomatischer Rückstoßlader und der wirst du ja wohl nicht absprechen wollen das sie eine hervoragende Waffe ist!

Und ja die habe ich auch schon geschossen!

Mfg Marc

_________________
Member of the Warscore-Team!
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Frage: Wie weckt man am besten einen Matrosen der US-Navy?
Antwort: Mit einem Japanischen Type 91 Mod 2 Torpedo!


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 Betreff des Beitrags: Re: Infanteriewaffen
BeitragVerfasst: Mi 28. Jul 2010, 16:12 
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Beiträge: 96
Hallo,

Hausregeln hin, Hausregeln her,

das geht mir so auf den Keks mit den Hausregeln.

An die Hausregelverfechter, macht doch einen eigenen Thread: "Hausregeln" auf, und haut nicht die Sprüche: "Wir haben da eine Hausregel" an eine richtig beantwortete Frage drann.

Wenn den Hausregelverfechtern die Regeln zu einach sind, dann können sie z. B. die TT-Spiele von den Jungs in Rot spielen.

@Villers-Bocage
Wieviele Bo-Spiele von 4 oder mehr Stunden hast du schon gespielt?

Sinn und Zeck von BO ist es einfach Spaß zuhaben und die Sache nicht zu verkomplizieren.

MFG

Harvey

_________________
Das Gelingen ist manchmal das Endresultat einer ganzen Reihe missglückter Versuche.
-Vincent van Gogh-

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 Betreff des Beitrags: Re: Infanteriewaffen
BeitragVerfasst: Mi 28. Jul 2010, 17:05 
Hi,

jetzt muss ich auch noch mal meinen Senf dazu geben. Meine Meinung zu den Hausregeln sind ja wohl vielen schon bekannt. Aber dazu möchte ich auch nichts mehr sagen.

Die Ideen mit den Waffen finde ich gut. In der Planung ist, die Regeln auch für 28mm umzuschreiben. Hier würde ich diese Ideen auch aufgreifen und ggf. benutzen wollen, wenn erlaubt. Bei 1:72 ist mir persönlich das zu klein. Liegt vielleicht auch an meinem Alter liegen, wo man nicht mehr so gut sehen kann ;).

Die Idee mit dem eigenen Thread "Hausregeln" finde ich gut. Ggf. ergeben sich da ja auch Ideen für Erweiterungen.

Viele Grüße
Kossy


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 Betreff des Beitrags: Re: Infanteriewaffen
BeitragVerfasst: Mi 28. Jul 2010, 21:09 
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Villers-Bocage hat geschrieben:

@ Burns: ich möchte nochmal betonen, dass ich hiermit keineswegs über die Regeln, wie sie sind, meckern möchte. Das Hauptaugenmerk liegt in den Regeln eben mehr auf den Fahrzeugen, besonders auf den Panzern, die einfach komplexer erfasst sind als die Infanterie. Das hier ist nur ein Vorschlag, es für die, die es möchten, ein wenig auszugleichen.

Der Rest liegt bei Testspielen ;) - evtl. muß man noch Kleinigkeiten ändern... mal sehen...


Habe ich ja auch nicht so aufgefasst. ;) Find die Idee ja selbst ganz gut, nur müßte man sich da was überlegen. Vielleicht könnte eine Basemarkierung schon reichen, aber dann verschwinden wieder Überraschungseffekte. Bestes Beispiel heute, kam heute mit einem Mann hinter einer Kirche hervor. Gegner hat sich keine Gedanken gemacht, dachte dieser Soldat wäre nur dazu da um Sichtkontakt herzustellen. In meiner nächsten Runde drehte ich den Gashahn auf und Flammen schossen durch seine Männer. ;)

Weil 1:72 ist wirklich klein und jedes mal zu schauen wer welche Waffe hat ist schon mühselig und hält extrem auf, da brauch man mal ne gute Idee für.

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 Betreff des Beitrags: Re: Infanteriewaffen
BeitragVerfasst: Mi 28. Jul 2010, 22:17 
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Registriert: Sa 12. Jun 2010, 13:49
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Hallo!

Ich verstehe diese Vorstellung nicht, dass die Minnis/Waffen zu klein sein, als das man sie sicher erkennen könne.

Sowohl der Unterschied zwischen MG42 und MG34 als auch der der meisten anderen Waffen ist für mich stets nur ein kurzer Blick gewesen. Wirklich schwierig sind nur russische Maschinenpistolen: Die PPsh41 und die PD40 sind wirklich schwer auseinander zu halten.
Ich finde den einsteigerfreundlichen Ansatz sehr gut, aber man sollte für die Geschichtsspinner :-) und Waffennarren detaillierte Waffenregeln entwickeln.

Überraschungseffekte könnte man auch durch Blankomarker darstellen. Es wird also eine Miniaturenbase ohne Figur darauf erschaffen, die einfach nur einen Code als Platzhalter hat. Wird dieser Marker durch den Gegner das erste Mal gesehen, wird der Marker durch die betreffende Figur ersetzt. Die Zuordnung kann man auf kleinen Zetteln festhalten.


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